Schräg gegenüber, auf der anderen Fensterseite, sitzt ein Mädchen und weint. Die Studentin ihr gegenüber bricht mit der Anonymität, mit den Kokons der Unantastbarkeit des öffentlichen Raums – und hört zu. Fährt etliche Stationen weiter als sie vorhatte. Fragt nach, was es mit den „schlimmen Gedanken“ der Schülerin auf sich hat. Sagt einfache Sätze mit großer Wirkung: „Dafür musst Du Dich nicht schämen!“ Spricht von Hilfsangeboten, macht Vorschläge. Widersteht aber der Versuchung, zu einfache Antworten zu finden auf die immer wiederkehrende Frage des Mädchens: „Wie finde ich Freunde?“